Autofahren in der Schwangerschaft
Wer schwanger werden und ein Baby bekommen möchte, denkt nur selten über das Thema Autofahren nach. Doch spätestens, wenn der Bauch sichtlich runder wird, wirft diese Form der Mobilität Fragen auf.
Recht und Gesetz
Es existiert kein spezielles Gesetz, welches die private Pkw-Nutzung schwangerer Fahrerinnen regelt. Rechtliche Einschränkungen betreffen lediglich das Lenken von Beförderungsmitteln. Das Mutterschutzgesetz sieht in einem solchen Fall ein Beschäftigungsverbot nach Ablauf des dritten Schwangerschaftsmonats vor. Betroffen von dieser Regelung sind beispielsweise Busfahrerrinnen. Im privaten Umfeld muss jede Frau eigenständig abwägen, ob und wie lange sie während einer Schwangerschaft Autofahren kann und möchte.
Sicherheit geht vor
Ob als Beifahrerin oder Fahrerin, der Sicherheitsgurt muss bei jeder Fahrt angelegt werden. Schwangere unterliegen, wie jeder andere Insasse eines Autos auch, der Anschnallpflicht. Damit Mutter und Kind bestmöglich geschützt sind, sollte der untere Teil des Gurtes stramm über dem Becken verlaufen. Rutscht der Gurt immer wieder auf den Bauch, so kann ein speziell für Schwangere entwickelter Gurtadapter helfen, diesen in Position zu halten. In den letzten Wochen der Schwangerschaft wird bei vielen Frauen der Abstand zwischen Lenkrad und Bauch zu gering. Oftmals ist dann auch die Bewegungsfreiheit so stark eingeschränkt, dass in unklaren Situationen angemessenes Reagieren schwierig wird. Ab diesem Zeitpunkt ist es ratsam, das aktive Fahren anderen zu überlassen.
Achtsamkeit und Wohlbefinden
In der Schwangerschaft ist es wichtiger denn je, die Signale des Körpers ernst zu nehmen. Bei Schwindel oder Unwohlsein sollte das Auto im Zweifel lieber stehen bleiben. Dies gilt auch, wenn die Fahrerin sich hinter dem Steuer regelmäßig stark gestresst fühlt. In beiden Fällen sollte das Wohlergehen von Mutter und Kind vorgehen. Bei längeren Fahrten ist es wichtig, ausreichend Zeit für Pausen einzuplanen. Ein Glas Wasser und ein kleiner Spaziergang helfen, damit auch das Ungeborene wieder mit frischer Energie und Sauerstoff versorgt wird.
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